Februar 2026

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Guggsa im Goms: Alte Holzwand, im Schneegestoeber, bedeckt von feinen Schneeflocken die sich wie Puderzucker auf das dunkle, verwitterte Holz legen.




Im Wallis sagt man Guggsa, wenn der Wind den Schnee durch die Luft treibt. Für einen kurzen Moment legt sich der feine Schnee wie Puderzucker auf das alte Holz.

Die dunklen Balken bekommen einen weissen Schleier. Jede Ritze, jede Maserung wird sichtbar. Das jahrhundertealte Holz wirkt plötzlich weich und still.

Doch dieser Moment dauert nicht lange.

Der Wind dreht, die Flocken verschwinden wieder. Das Weiss schmilzt oder wird fortgeweht. Zurück bleibt das alte Holz – rau, stark und voller Geschichte.

Ich mag diese kurzen Augenblicke.

Sie zeigen, wie schnell sich die Natur verändert.

Und wie ruhig und beständig das Alte bleibt.

Ein stiller Wintermoment im Wallis.